Kryptokids

20:07 Uhr in Deutschland, die Tagesschau informiert über das aktuelle Weltgeschehen. Unerwarteterweise wird diese für eine Eilmeldung unterbrochen: Es gab einen Hackerangriff! Die persönlichen Daten mehrerer Millionen Menschen wurden von einer böswilligen Hacker-Gruppe gestohlen.

Dieses digitale Horrorszenario simuliert die Anwendung KryptoKids. Gemeinsam mit der der Regierung zugewandten Gruppe von Computernerds verfolgen die Spielenden die Spuren der Hackergruppe „DatenKrake“, die für den Datenklau verantwortlich ist.

Sie lernen dabei unter anderem, welche verschiedenen persönlichen Daten es zu schützen gibt und was diese für eine Wertigkeit besitzen, was Begriffe wie „Firewall“ oder „Virenscanner“ eigentlich bedeuten und welche Eigenschaften ein sicheres Passwort haben sollte. Darüber hinaus erleben die Schülerinnen und Schülern, welche alltägliche digitale Sicherheitsgefahr Spam-Mails darstellen, indem sie selbst zum Opfer eines Hackerangriffs werden. Hier gilt es, den Viren wortwörtlich den Kampf anzusagen und sie wieder vom imaginären Spielgerät zu entfernen.

Kryptokids bietet den Spielenden ein spielerisches, informatives und anschauliches Erlebnis zu den Themen Datenschutz und -sicherheit.

Im Rahmen des ersten Kapitels erhalten die Spielenden einen Eindruck über die verschiedenen persönlichen und online gespeicherten Daten und was diese auf dem Schwarzmarkt für einen finanziellen Wert besitzen. Die an den Spielenden „vorbeifliegenden“ und einzufangenden Daten gewähren zudem einen subtilen kleinen Einblick in die unfassbar große Menge an weltweitem täglichem Datenfluss.

Anhand eines zu sichernden Servers wird in Kapitel 2 durch verständliche und anschauliche Erklärvideos der Sinn und Zweck von Sicherheitsupdates, Firewalls, Antivirenprogrammen und einem sicheren Passwort erklärt. Zusätzlich bietet die App zu jedem Kapitel ein integriertes Lexikon mit einer schriftlichen Erklärung der jeweiligen spezifischen Begriffe, was auch die fleißigen Lesenden ansprechen dürfte.

Durch das Thematisieren von Spam-Mails im letzten Kapitel wird zudem der Fokus auf ein für die Lernenden noch bekannteres Umfeld gelenkt, bei dem der ein oder andere auch eigene Erfahrungen mit seinen Mitschülerinnen und Mitschülern teilen kann.