• Jahr: 2014
  • Entwicklerstudio: ovos
  • Plattform: Windows
  • Geeignet für: Sekundarstufe I (Klasse 5-8)
  • Fachbezug: Naturwissenschaft und Technik, Physik, Naturphänomene

Ein kleiner Roboter rettet die Welt und die Menschheit gleich mit

Wir schreiben das Jahr 2098. Der kleine Roboter Ludwig ist in seinem Raumschiff auf der Suche nach wertvollen Energiereserven, die auf seinem Heimatplaneten dringend benötigt werden. Auf seiner Suche entdeckt er den Planeten Erde, auf dem jedoch schon lange keine Menschen mehr leben. Als die Ressourcen des Planeten zur Neige gingen, verließen sie den Planeten und lebten fortan in riesigen Raumstationen, die um die Erde kreisen. Als Ludwig die Erde und die Raumstationen entdeckt, freuen er und die Menschen sich aufgrund des unverhofften Zusammentreffens jedoch so sehr, dass Ludwigs Raumschiff eine der Stationen rammt, lebenswichtige Systeme beschädigt und selbst mit seiner Kapsel abstürzt. Unsanft auf der Erde gelandet, muss er nun versuchen, sein Raumschiff zu reparieren. Nicht nur, um nach Hause zu kommen, sondern auch um die Menschen auf der Raumstation zu retten… Der Spielende versucht, den Roboter auf seiner Mission zu begleiten und mit ihm gemeinsam verschiedene Rätsel zu lösen, die unterschiedliche Naturphänomene, physikalische Gesetzmäßigkeiten und technischen Zusammenhänge thematisieren. Mit Physik die Welt retten? In Ludwig muss man es wenigstens versuchen.

Ludwig ermöglicht eine erste spielerische Annäherung an physikalische und technische Phänomene der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler, wobei insbesondere das Thema „Erneuerbare Energien“ im Mittelpunkt steht. Der Spielende muss versuchen gemeinsam mit Ludwig, sein Raumschiff zu reparieren, indem er auf der vermeintlich ressourcenlosen Erde neue Wertstoffe und Materialien gewinnt. Hierbei haben sie die Möglichkeit experimentell mit den Gegenständen Ludwigs umzugehen und so selbstständig auf eine Lösung für den Bau einer kleinen Solarzelle zu kommen oder mithilfe des nahe an der Absturzstelle gelegenen Staudamms ein rudimentäres Wasserkraftwerk zu errichten. Fehler werden dabei durch die künstliche Intelligenz von Ludwigs Raumschiff kommentiert, der Spielende jedoch nicht unmittelbar zur Lösung geleitet, sodass der Spielende seine Schritte bis zu einem bestimmten Punkt wiederholen oder aber verändern kann.

Während sich Ludwig daher insbesondere für den Aufbau eines grundlegenden Verständnisses naturwissenschaftlich-technischen Arbeitens und für die Förderung physikalischer und technischer Erkenntnisgewinnung eignet und sich mit einem der wichtigsten Themen gegenwärtiger und zukünftiger Entwicklungen auseinandersetzt, dient das Spiel eher dem selbstentdeckenden Ausprobieren in einem iterativ gestalteten Lernsetting. Der Erwerb spezifischen Fachwissens sollte daher nachgelagert im Rahmen einer gemeinsamen Reflexion des Gespielten erfolgen, in welchem der erworbene Erkenntnisgewinn vor dem Hintergrund physikalischer und technischer Theorien analysiert und gemeinsam besprochen wird.

Das Spiel eignet sich für

…die spielerische Annäherung an naturwissenschaftliche Phänomene der Physik und Technik.

…die niedrigschwellige Auseinandersetzung mit dem Thema „Nachhaltige Energien“.

…das experimentelle Ausprobieren der SuS in einem iterativen Lernsetting.

…den Aufbau von Strategien naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinns.

Ludwig wurde im Rahmen des Forschungsprojekts Untersuchung von motivationalen Aspekten und Wissenstransfereffekten in digitalen Lernspielobjekten für 10- bis 14-Jährige (vgl. Wagner 2012; http://www.playludwig.com/forschung/forschung/; gefördert durch Sparkling Science) entwickelt und seine Potenziale als Serious Game in österreichischen Schulen untersucht. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler waren sowohl bei der Entwicklung als auch bei der Erprobung sowie der Überarbeitung beteiligt.

Weiterhin stellt Ludwig neben dem Spiel Lehrkräften für den Unterricht in verschiedenen Altersstufen Begleitmaterialien und Stundenverlaufspläne zu den Themen Wasser, Feuer und Technik zur Verfügung, die in Kombination mit dem Spiel für die Gestaltung von Lehr-Lernarrangements genutzt werden können.