Ocean Rift

 „Von allen Tieren, die am Land, in der Luft und im Wasser leben, ist der Blauwal mit bis zu 33,52 Metern Körperlänge und einem Gewicht von bis zu 200 Tonnen das größte und schwerste Tier.“ „Okay“ dürften sich manch Lernende denken, „aber wie sieht das dann in echt aus? So hier im Klassenzimmer oder auf dem Pausenhof?“. Auch wenn Ocean Rift keinen echten Blauwal in das Klassenzimmer oder auf den Pausenhof bringen kann, bietet die Anwendung fast hautnahe Erlebnisse an.

Im Menü – welches auf Knopfdruck ringförmig um den im Meer schwimmenden Lernenden erscheint, – kann das zu betrachtende Meerestier ausgewählt werden. Neben dem bereits genannten imposanten Blauwal stehen den Tauchenden so auch bspw. weiße Haie (die Tauchenden befinden sich dabei in einem Tauchkäfig, damit der bedrohlich wirkende Hai auch nicht zu nahe kommt), Orcas, Delfine und weitere Tiere aus den Meeren dieser Welt zur Auswahl.

Die Möglichkeiten sind nicht nur auf die heutige Welt begrenzt: Auch ein Pliosaurus, der vor mindestens 145 Millionen Jahre gelebt hat, oder ein Mosasaurus, dessen letzte Vertreter vor mindestens 66 Millionen Jahre in den Gewässern vorzufinden waren, können schwimmend entdeckt werden. Entsprechend variabel sind auch die jeweiligen Umgebungen gestaltet: Befindet man sich mit den Orcas und Delfinen tendenziell nahe der hellen Wasseroberfläche, wird es in der Tiefsee sprichwörtlich „zappenduster“ und es herrscht Stille. Bei den Tauchgängen mit dem Pliosaurus und dem Mosasaurus ist das Wasser stark getrübt und urzeitliche wirkende Geräusche begleiten die Lernenden / Tauchenden bei den Erkundungen in der damaligen Unterwasserwelt.

Die Fortbewegung gelingt mit den vorderen Sticks als digitalem Ersatz für analoge Flossen oder den hinteren Sticks als kleine motorisierte Unterstützungen, wenn die zu begleitenden Tiere einmal zu schnell werden sollten. Als interaktive und spielerische kleine Showeinlage lassen sich bei Tauchgängen mit Delfinen oder Seelöwen auf Knopfdruck Reifen in das Wasser werfen, die sich, wenn die Tiere hindurch schwimmen, in kleine Feuerwerke auflösen. Auch Interaktionen mit Orcas sind möglich, diese bevorzugen jedoch kleine Fische zur Fütterung.

Wie in der Zusammenfassung bereits angedeutet, bietet Ocean Rift die Möglichkeit, auf Tuchfühlung mit Meerestieren zu gehen, die es so in keinem Zoo der Welt geben dürfte. Durch die authentisch wirkenden Umgebungen im Wasser können die Lernenden die Unterwasserwelt erkunden und treffen auf kleine Überraschungen wie leuchtende Tiefsee-Fische, kleine Seesterne oder andere am Meeresboden krabbelnde Lebewesen. Die Anwendung eignet sich daher für den Biologieunterricht zum Thema Ozeane. Allerdings beinhaltet sie keine weiterführenden Informationen zu oder Führungen durch die gezeigten Umgebungen. Die Eindrücke aus der App müssten daher in weiteren Arbeitsschritten geordnet werden, bevor sie weiterverarbeitet werden können. Ocean Rift stellt damit in erster Linie einen Erkundungsraum bereit, der es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, die Lebewesen des Meeres in Aktion zu beobachten.